Erziehung und Begleitung auf der Basis des christlichen Menschenbildes in der Tradition von Clara Fey in Erziehungsgemeinschaft mit Eltern

Unser Schulalltag, der Umgang mit unseren Schülerinnen und Schülern, die Ausgestaltung unseres Lehrens und Lernens stehen in der Tradition Clara Feys, unserer Namenspatronin, und sind vom christlichen Menschenbild geleitet, das den Menschen in seiner Einzigartigkeit und Würde als Ebenbild Gottes begreift.

Zugleich lassen wir uns von Jesus Christus als Maßstab des Wachsens und Reifens leiten, der das „Urbild des vollendeten Menschens“ ist (Heinz Josef Algermissen). Diese Grundlage eines christlichen Humanismus, einer Menschenfreundlichkeit, bildet Orientierung für unser pädagogisches Handeln. In seiner ganzheitlichen Persönlichkeit, gerade auch in den Widersprüchen und Schwierigkeiten seines Heranwachsens nehmen wir den jungen Menschen an und helfen ihm in einem Klima des Vertrauens, seine Talente zu entfalten, um immer mehr zu dem zu werden, der er sein kann und nach Gottes geheimnisvollem Plan auch sein soll.

Kurz gesagt: Das Clara-Fey-Gymnasium als katholische Schule sieht den jungen Menschen in einer Ganzheit, mit Leib und Seele, mit Verstand und Willen, mit Herz und Gewissen. In einer umfassenden Persönlichkeitsbildung, in Erziehung und Wertevermittlung, in Förderung von Mädchen und Jungen sowie im Leben und Lernen in Gemeinschaft spielt daher das christliche Menschenbild eine leitende Rolle.und dies alles in einem partnerschaftlichen Dialog mit den Eltern

 

 

Wir folgen dem 2. Vatikanischen Konzil, wenn es fordert, dass die Schulgemeinschaft einen Lebensraum schaffen soll, in dem der Geist der Freiheit und der Liebe des Evangeliums lebendig ist. Sie hilft dem jungen Menschen, seine Persönlichkeit zu entfalten und zugleich der neuen Schöpfung nach zu wachsen, die er durch die Taufe geworden ist.

Umfassende Persönlichkeitsbildung

Im Zentrum unseres schulischen Lebens stehen die Schülerin und der Schüler.
Wir sehen, entsprechend unserer Glaubensüberzeugung, in ihr bzw. ihm eine je einzigartige und wertvolle Persönlichkeit.
Daher ist es das Ziel unserer pädagogischen Bemühens, eine umfassende ganzheitliche Persönlichkeitsbildung zu ermöglichen, in der die verschiedenen Begabungen und Fähigkeiten bestmöglich zur Ausformung gelangen können.
Unser innovatives Konzept der Bi-Edukation, also der nach Geschlechtern getrennten Fachunterrichte und Klassenverbände, ist ein wichtiger Baustein in diesem Bemühen, den unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden.
Im gemeinsamen schulischen Leben sowie der dann zur Koedukation wechselnden Oberstufe findet dies seine notwendige Ergänzung und Fortführung.

Erziehung und Wertevermittlung

Unsere christliche Werteerziehung ist im Sinne einer Einheit von Glauben und Leben Fundament unseres Schullebens und des Unterrichts in allen Fächern. Fachliche Inhalte werden als Lebenszusammenhänge deutlich gemacht, an denen die Schülerinnen und Schüler moralische Einsichten und Werteinschätzungen gewinnen können. Sie sollen ermutigt werden, diese Zusammenhänge auf der Basis des Glaubens zu deuten und Stellung zu beziehen. Dabei ist unser pädagogisches Ziel eine zunehmend selbstständige und verantwortliche Lebensführung der Schülerinnen und Schüler, die sich auf folgende Haltungen und Fähigkeiten stützt:

  • eine Lebensgestaltung aus dem Geist des Evangeliums,
  • die Fähigkeit, eigene Überzeugungen zu entwickeln und zu vertreten,
  • aktive und passive Kritikfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein und Solidarität,
  • intellektuelle Redlichkeit,
  • Ausdauer und Gewissenhaftigkeit,
  • soziales Engagement,
  • aktive Beteiligung an gesellschaftlichen Entwicklungen.

 

Leben und Lernen in Gemeinschaft

Auch außerhalb des Unterrichts in Klassen und Kursen ist unsere Schule ein Ort, an dem Begegnungen stattfinden und immer neue Gemeinschaften mit unterschiedlichen Aufgaben und Zielen entstehen. Ob in Pausen, Arbeitsgemeinschaften oder bei schulischen Festen und Aktionen – immer finden sich Lehrerinnen und Lehrer, Eltern oder Schülerinnen und Schüler, die bereit sind, sich über das normale Maß hinaus zu engagieren und für die Schulgemeinschaft einzusetzen.

Die Arbeitsgemeinschaften, die in der Regel von Lehrkräften angeboten werden, decken eine breite Palette ab und ermöglichen Schülerinnen und Schülern, ihre speziellen Begabungen zu entfalten und in neuen Gemeinschaften wirksam werden zu lassen.  Groß geschrieben wird bei uns ebenfalls das soziale Engagement.

Ein detailliert ausgearbeitetes Übermittagskonzept macht es möglich, dass die durch G8 entstandenen längeren 7-Stunden-Schultage durch die Angebote von Mittagessen, Silentium und gestalteter Pause in entspannter Weise von allen bewältigt werden können. Unter der Trägerschaft der Katholischen Jugendagentur Bonn tragen einige Eltern hier in besonderer Weise dazu bei, dass das Küchenmanagement unserer beiden Mensen professionell und souverän funktioniert.

Das Engagement vieler Eltern ermöglicht eine vielfältige vertrauensvolle Zusammenarbeit in den verschiedenen offiziellen Gremien wie Pflegschaft oder Förderverein, bei Festen oder Großveranstaltungen, im Cafeteria- oder Biblio-Medio­theks­dienst und natürlich auch bei den vielen im Alltag auftretenden Fragestellungen und Problemen.

Letzendlich liegt auch für den Fall einer krisenhaften Situation an unserer Schule  ein ausgearbeitetes Konzept zur Krisenintervention vor, das sich auch auf die in einem solchen Fall notwendige Pressearbeit bezieht.

Erziehungspartnerschaft

Das Clara-Fey-Gymnasium versteht sich als Partner im Erziehungs- und Bildungsprozess, der vertrauensvoll mit den Schülerinnen und Schülern und deren Eltern oder Erziehungsberechtigten zusammenarbeitet. Durch den im christlichen Glauben gründenden Wertekonsens der beteiligten Partner ergeben sich besondere Chancen, aber auch besondere Aufgaben. Die Arbeit in den Mitwirkungsgremien der Schulpflegschaft und SV wird durch diese Basis an Gemeinsamkeiten erleichtert.

Deshalb ist das Clara-Fey-Gymnasium eine Schule, die im Dialog bleibt und die den Dialog auch von allen Beteiligten einfordert. Weil Lebenswege nicht immer gerade sind, darf in schwierigen Situationen das Gespräch nicht ausbleiben. Erziehungspartnerschaft bedeutet im Alltag häufig auch Konfliktfähigkeit, um in einem klaren und positiven Diskurs einen für alle Beteiligten gangbaren Weg zu finden. Die Entwicklung der Gesprächskultur ist daher ein Schwerpunkt der Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte, und die besondere Funktion der Schulseelsorge und der Beratungskräfte wird an dieser Stelle noch einmal deutlich.

Auch außerhalb der Sprechtage stehen die Fach- und Klassenlehrer für Beratungsgespräche zur Verfügung. Diese zusätzliche Möglichkeit wird von allen Beteiligten sehr umfangreich genutzt und ist zugleich Zeichen für einen funktionierenden Dialog.

Die Bildung von Klassenleitungsteams dient ebenfalls der Pflege der Erziehungspartnerschaft, sie ermöglicht einen umfassenderen Blick und die kritische Rückversicherung, die für eine kompetente und professionelle Beratung der Schülerinnen, Schüler und Eltern eine wesentliche Voraussetzung ist.

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