Bi-Edukation am CFG – ein innovatives Konzept

Ein wichtiges Argument für dieses Konzept ist auch die Reduzierung der unbewussten Wahr­nehmung von Geschlechterrollen in den Klassen. Dies führt zu einer Verbreiterung der Möglichkeiten jedes einzelnen Kindes, da innerhalb einer Klassengemeinschaft alle Rollen besetzt werden müssen. So müssen z.B. Mädchen den Computer bedienen und die naturwissenschaftlichen Experimente durchführen, Jungen ihre Ergebnisse protokollieren und präsentieren. Aufgaben und Pflichten innerhalb der Klassengemeinschaft müssen von beiden Geschlechtern selbstverständlich übernommen werden, ohne dass eine Festlegung in der Gruppe nach Geschlechtergesichtspunkten erfolgen kann.

Kolleginnen und Kollegen, die über viele Jahrzehnte ausschließlich Mädchen unterrichtet haben, reagieren viel sensibler als Lehrer in koedukativen Schulen auf das „Anderssein“ von Jungen. Wie die Mädchen schon seit langem, haben die Jungen so die Chance, mit ihren spezifischen Bedürfnissen wahrgenommen und ernst genommen zu werden. Eine kleine Auswahl an genderspezifischen Maßnahmen, die in den letzen Jahren in die Konzeption und Unterrichtsgestaltung eingeflossen sind, mag dies verdeutlichen.

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