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YoungART_CFG 03Nie gesehene Welten (Frühjahr 2016)

)Kunstausstellung der Künstlergruppe YoungART_CFG des Clara-Fey-Gymnasiums, Bad Godesberg

Schulkunst in den Fluren der Schule zu zeigen, gehört zum Alltag der Bonner Schulen. Das Erzb. Clara-Fey-Gymnasium aus Bad Godesberg geht nun einen ganzen Schritt weiter. Unter dem Titel NIE GESEHENE WELTEN zeigt es Vom 08.01–07.02.2016 im renommierten Kunstraum Villa Friede in Bonn-Mehlem zeitgenössische Arbeiten aus den Bereichen der Experimentellen Fotografie, Video, Animationsfilm, Malerei, Druckgraphik und Skulptur. Etwa die Hälfte der Kunstwerke stammt von der Künstlergruppe YoungART_CFG. Die andere Hälfte bilden Arbeiten, die im regulären Unterricht am CFG entstanden sind.

In diesem Projekt folgen Lidia Plajzer und Ren Rong vom Kunstraum Villa Friede ihrer Vision, die Galerie nicht nur als kommerzielles Unternehmen zu betrachten, sondern auch als Plattform für Godesberger Nachwuchskünstler zu stehen. Was die Schüler der YoungART_CFG hier präsentieren, lässt schlummernde das Potential ahnen, das in unseren Schulen zu wecken ist.

Der Titel „Nie gesehene Welten“ deutet bereits die Ablehnung der Mimesis, also dem reinen Abbilden vorhandener Dinge an. Vielmehr findet eine Auseinandersetzung mit einer Welt der Ideen statt. Bevor man den intellektuellen Tiefgang der Werke bemerkt, stehen aber meist ästhetische Komponenten im Vordergrund. „Wir haben digitale Kameras umgebaut und modifiziert, sodass sie mit der neuen Optik ganz andere Welten gezeigt haben, als wir sie sehen“, sagt ein Mitglied der jungen Künstlergruppe. Ein anderer erinnert an die antiken Wurzeln dieser Experimente. In dem Animationsfilm „In der Höhle mit Platon“ wird das Problem erläutert und spielerisch Parallelen zur heutigen Mediengesellschaft gezogen. Tatsächlich ist die Frage nach der uns umgebenden Wirklichkeit ein pulsierendes Rätsel. In zahlreichen Arbeiten gehen die Schüler dieser Frage nach. Dabei gibt es z.B. „Kleine Welten“ – Riesenlinoldrucke kleiner Naturformen, „Innere Welten“ – Radierungen zu Fragen der Persönlichkeit, „Geglaubte Welten“ – großformatige Gemälde mit „Eucharistischen Landschaften“.

Die jungen Künstler greifen aber viel weiter aus. Die wunderschönen Fotoarbeiten „Maschinenaugen“ stellen Fragen in die Zukunft. Wie sehen die uns bald allgegenwärtig umgebenden Maschinen?  Wie ähnlich werden sie uns sein? Werden sie auch so ergriffen sein, von der Schönheit der Farben und Formen?

Eine Ausstellung ohne Katalog ging für die Schüler gar nicht. Nebenbei haben sie eine bemerkenswert professionelle Publikation geschaffen, die bei allem Ernst, in den über 50 Künstlerbiographien unterhaltsames Augenzwinkern über den Kunstbetrieb präsentiert.

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